13-Jähriger steigt auf Zug und stirbt an Stromschlag aus Oberleitung

13-Jähriger steigt auf Zug und stirbt an Stromschlag aus Oberleitung

4. Juli 2018 Aus Von Alexander Keutz

Auf einem Bahngelände im Darmstädter Stadtteil Kranichstein ist ein 13-Jähriger ums Leben gekommen. Der Junge war auf einen Zug geklettert und kam der Oberleitung zu nahe.

Mindestens eineinhalb Meter sind nach Angaben der Bahn an Sicherheitsabstand zu Bahnoberleitungen nötig, die Starkstrom führen. Das wusste der Junge nicht, der am Mittwochabend auf einem Bahngelände im Darmstädter Stadtteil Kranichstein auf einen Zug kletterte. Ihn traf ein Stromschlag, an dem er sofort starb, wie die Bundespolizei mitteilte.

Das Unglück ereignete sich kurz vor halb sieben am Abend. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 13-Jährige gemeinsam mit zwei weiteren Kindern am Bahnhof gespielt und war dann auf den Zug geklettert.

Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um Betroffene

Tödliche Hochspannung

Ob er die Oberleitung berührte oder ob ihn ein sogenannter Lichtbogen traf, ist noch nicht gewiss. Bei einem Lichtbogen handelt es sich um einen Spannungsüberschlag, bei dem der Starkstrom auch ohne direkten Kontakt zur Leitung den Körper trifft und zu schwersten Verbrennungen führt.

Die beiden Kinder hörten nach Angaben eines Polizeisprechers einen lauten Knall und sahen dann, wie der Junge vom Zug stürzte. Als der Notarzt eintraf, konnte er für den 13-Jährigen nichts mehr tun. Weitere Einzelheiten sind noch unbekannt, da die die beiden Kinder Schocks erlitten und zunächst nicht weiter befragt wurden.

Quelle: Hessenschau.de